Saulheim bleibt Angstgegner der HSG
Von Dirk Waidner
HANDBALL Binger 27:30-Heimniederlage im Oberliga-Derby / Konrads Tore und gute Abwehrarbeit Basis des Erfolgs
BINGEN - „Derbysieger, Derbysieger“, schallte es durch die Rundsporthalle. Doch nicht die favorisierten Gastgeber der HSG Rhein-Nahe Bingen feierten nach dem rheinhessischen Oberliga-Duell die zwei Punkte. Sondern die Handballer der SG Saulheim freuten sich über ihre gute Leistung, die ihnen einen verdienten 30:27 (16:15)-Erfolg einbrachte. SG-Trainer Rainer Sommer hatte eine einfache, aber treffende Begründung für den Coup parat: „Wir haben den Sieg mehr gewollt.“ Sein Gegenüber Konrad Bansa widersprach nicht. „Wir haben nichts von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben.“
Ansonsten zeigte sich für Bansa aber auch, warum sie SG einfach kein Lieblingsgegner der Binger wird. „Es ist für uns sehr unangenehm gegen diese große Abwehr. Und Matthias Konrad macht uns immer wieder Probleme.“ So war der Saulheimer Spielmacher auch diesmal mit neun Toren und vielen guten Anspielen einer der Hauptfaktoren für den Gästeerfolg, der nach dem Seitenwechsel Konturen annahm. In der ersten Halbzeit entwickelte sich zunächst das erwartet enge Spiel, in dem sich beide Seiten nichts schenkten. Beide Abwehrreihen packten kräftig zu, ließen dabei aber trotzdem viele Lücken, die zu einer torreichen Partie führten. Das lag auch daran, dass anfangs die Torleute nicht allzu viel zu fassen bekamen. Bingens Karim Ketelaer machte nach nicht mal zehn Minuten und vier nicht ganz unhaltbaren Gegentoren Platz für Sebastian Bachmann, der sich zum besten HSG-Spieler entwickelte. Folglich konnten die Gäste ihre 4:2-Führung nicht halten. Nico Eichholtz glich zum 5:5 aus (11.) und Kai Diehl besorgte per Siebenmeter beim 7:6 die erste HSG-Führung, die Kreisläufer Martin Schieke zum 9:7 ausbaute.
Herren 1: Saulheim bleibt Angstgegner der HSG (Allgemeine Zeitung, 22.01.2017)